Aus Kulturhauptstadt wird KulturHERZstadt

16. Dezember 2019
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Die europäische Jury hat ihr Votum bekannt gegeben. Unsere Bewerbung „365° Life - Zittau für die 3Länderregion“ hat es leider nicht auf die Shortlist geschafft.

Wenngleich sich das Bewerbungsteam um Oberbürgermeister Thomas Zenker und die vielen Unterstützerinnen und Unterstützer in Zittau und der ganzen Region einen schöneren Ausgang des Bewerbungsprozesses gewünscht und hart dafür gearbeitet haben, muss und wird es nun ohne Wettbewerb weiter gehen. „Die Entscheidung schmerzt, aber wir sind auch sehr stolz, haben wir doch eine neue Qualität von Unterstützung und bei sehr vielen Menschen, Organisationen und Kommunen regelrechte Begeisterung dafür erlebt, so etwas Großes gemeinsam zu stemmen“, sagt Oberbürgermeister Thomas Zenker. „Zittau und das Bewerbungsteam sind dafür sehr dankbar und das Vorhaben ist jeden Aufwand wert gewesen.“ Allen im Wettbewerb verbliebenen Bewerbern wünsche das Zittauer Team jetzt weiterhin Erfolg. Für die Begründung der Entscheidung hat die Jury jetzt 21 Werktage Zeit.

An den Inhalten und Strategien der Zittauer Bewerbung soll festgehalten werden und vor allem die verbindenden Projekte für die Region weiter entwickelt und umgesetzt werden. Die gemeinsame Kulturraumkonferenz der gesamten Euroregion wird im Februar planmäßig in Liberec stattfinden. Das Projekt „Grenzland - Transition Europe“, einem Ausstellungskonzept vom Niveau einer Landesausstellung, das die Geschichte der Region aus vier Perspektiven gleichzeitig erzählt, bleibt genauso Ziel wie die Idee der Brücke am Dreiländerpunkt als Ort für kulturelle Großveranstaltungen. Die Weiterentwicklung infrastruktureller Grundlagen wie ÖPNV sowie gemeinsame Kommunikationsplattformen ist weiterhin notwendig für eine positive Entwicklung des gesamten Bewerbungsgebiets. Viel Kraft hat unsere Bewerbung durch das bürgerschaftliche Engagement von spontan entstandenen Gruppen wie dem Freundeskreis erhalten. Dies wird durch die Stadt Zittau und ihre kommunalen Partner weiterhin unterstützt und gefördert. „Wir haben auch der Jury sehr deutlich gemacht, dass die gesamte Bewerbung nur MIT den Menschen und ihrem Engagement möglich geworden ist“, erklärt Thomas Zenker. „Wir hoffen sehr, dass auch ohne den Wettbewerb möglichst viel von dieser Kraft erhalten bleibt. Wir appellieren an die Politik der Region, genau das noch weiter zu stärken.“

Landrat Bernd Lange bekräftigt diese Sicht: „Auch wenn der Weg zur Kulturhauptstadt 2025 für uns heute leider zu Ende ist, Zittau ist und bleibt der Mittelpunkt Europas. Wir wollen die bereits gestarteten Projekte weiterhin mit ganzer Kraft voranbringen und die besondere Rolle der Stadt im Dreiländereck in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Ich danke allen Beteiligten, allen voran Oberbürgermeister Thomas Zenker und seinem Team vom Kulturhauptstadtbüro für ihr großes Engagement und freue mich sie auch weiterhin als Unterstützer für eine zukunftsorientierte Entwicklung der Region an unserer Seite zu wissen.“, sagte der Landrat des Landkreises Görlitz nach der Entscheidung der Jury.

Die Stadt Zittau dankt allen Unterstützern und Sponsoren sowie allen direkt an der Bewerbung beteiligten Teammitgliedern und Fachleuten. Ein sehr vielversprechender Ausblick ist bereits im Vorfeld der Bewerbung andiskutiert worden: In den Jahren 2028 und 2029 bestehen wieder Chancen für unsere Region auf den Titel Europäische Kulturhauptstadt. In diesen Jahren sind Tschechien bzw. Polen die Nationen, die nominieren dürfen. „Ich bin mir ganz sicher, dass unsere Region diesen Titel sehr verdient hat und für Europa sehr wichtige und notwendige Erkenntnisse liefern kann. Deshalb würde ich es sehr begrüßen, wenn unsere Nachbarn sich auch auf diesen Weg machen würden. Wir stehen zu jeder Unterstützung dafür bereit“, erklärt Oberbürgermeister Zenker.

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